in der Halle 424.
Der schwedische Komponist und Pianist Peter Sandberg hat sich innerhalb der modernen
Kompositionslandschaft einen ganz eigenen Platz geschaffen. In seiner Musik verbindet er
neoklassischen Minimalismus mit der emotionalen Unmittelbarkeit zeitgenössischer
Produktion. Seine Werke schlagen eine Brücke zwischen dem Konzertsaal und der
filmischen Welt und vereinen Zurückhaltung mit rohem Gefühl, Präzision mit Verletzlichkeit.
emotionaler Klarheit und konzeptioneller Tiefe geprägt ist. Seine Kompositionen waren in
bedeutenden Fernsehserien zu hören, darunter Stranger Things (Staffeln 3 und 4). Dadurch
wurde sein unverwechselbarer Klang einem neuen Publikum vorgestellt und zugleich seine
besondere Fähigkeit bestätigt, durch Einfachheit und Raum tiefgehende Emotionen
hervorzurufen.
Sein kommendes Album Temporary Coexistence of Humans erscheint am 1. Mai 2026.
Darin kehrt Sandberg zum Klavier als zentralem Instrument zurück und untersucht die
Illusion von Kontrolle – wie sich menschliche Leben auf flüchtige, unvorhersehbare Weise
kreuzen und miteinander kollidieren, wie Teilchen in einem weit verzweigten Netz aus
Ursache und Wirkung. Die Stücke des Albums wirken wie kleine, lebendige
Beobachtungen: Momente von Verbindung, Mitgefühl, Reue und Loslassen. Unter ihrer
minimalistischen Oberfläche verbirgt sich eine stille Neugier darauf, was es bedeutet, Zeit
und Raum mit anderen zu teilen.
Aus seinem Studio in Uppsala heraus verwischt Peter Sandberg weiterhin die Grenzen
zwischen klassischer Form und zeitgenössischer Reflexion. Seine Musik sucht weniger nach
Auflösung als nach Verständnis – und lädt die Hörer ein, im Spannungsfeld innezuhalten
und Schönheit in der zerbrechlichen, flüchtigen Koexistenz von uns allen zu entdecken.
Friederike Bernhardt.
Sie verschmilzt ihren klassischen Hintergrund am Flügel auf einzigartige Weise mit dem in
der Klaviermusik noch unausgeschöpften Feld der Elektroakustik: Das Ergebnis ist eine
radikale Collage besonderer Klänge, die eine verwobene musikalische Landschaft von
außergewöhnlicher Schönheit schafft. Ihre Arbeit für unzählige Theater– und
Rundfunkproduktionen sowie ihr Studium der elektroakustischen Komposition nahmen
einen wesentlichen Einfluss auf die Klangsprache ihrer aktuellen Werke. Zwischen Klavier
und Synthesizer, zwischen natürlichem und behauptetem Raum, zwischen Realität und
imaginiertem Filmbild bewegt sich Fasbenders Musik jenseits des Konventionellen und
bricht die Regeln der zeitgenössischen Klassik, der Neoklassik und des Jazz.
Zuletzt arbeitete Friederike Bernhardt am Schauspielhaus Hamburg als Musikerin bei den
Inszenierungen, Orlando‘ und, MacBeth‘
„Mit Fasbender hören wir einer Frau zu, die im Grenzstreifen zwischen Klassik und
Elektronik neue Maßstäbe setzt, zwischen analogem Klang und virtuellem Raum
schlafwandlerisch navigiert – zuletzt festgehalten auf ihrem Debut 13 RABBITS, erschienen
als Split–Release bei Sony’s XXIM Records und Edition Dur/Dusssmann. Sie arbeitet mit
einer spezifischen Aufmerksamkeit gegenüber Hallräumen und Störgeräuschen und setzt
Elektronik ein wie ein Chefkoch seine Gewürze. Einer radikale und zugleich dunkle,
nokturne Suite. Ein Filmscore für einsame Nächte.“ (Max Dax)
