https://www.youtube.com/watch?v=YA5OKwglaB4
Carl Wittig – Double Bass, Ada Schwengebecher – Violin 1, Sophia Rasche – Violin 2
Marie Schutrak – Viola, Franziska Ludwig – Cello, Phillip Dornbusch – Tenorsax/Clarinet
Pascal Klewer – Trumpet/Vocals, Tom Friedrich – Drums
Der preisgekrönte Kontrabassist Carl Wittig gründete das Aurora Oktett im Jahr 2016. „Wittig und sein Ensemble sind eine neue Stimme; der Kontrabassist und Komponist geht seinen eigenen Weg zwischen Jazz und klassischer Musik.“ (Michael Wollny) Die Band, bestehend aus einem Streichquartett, Saxophon, Trompete, Bass und Schlagzeug hat im Jahr 2025 ihr zweites Album „Continuity and Resonance“ (2025, XJAZZ Music) veröffentlicht. Das Octet strebt danach, Musik zu schaffen, die vielfältige Klangfarben und Strukturen miteinander verbindet. Die Kompositionen umfassen Passagen, die an klassische Kammermusik erinnern, sowie treibende Grooves, freie Improvisationen und lyrische Melodien. „Musik, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.“ (Nils Wogram)
„(…) In seiner Generation ist der 29-jährige Leipziger Bassist, Komponist, Arrangeur und Bandleader Carl Christian Wittig eine exponierte Persönlichkeit. In der sächsischen Robert Schumann-Stadt Zwickau gleichermaßen in Jazz und klassischer Musik ausgebildet, geht es ihm um die tragfähige Verbindung beider Genres. In Leipzig und Luzern hat er studiert. Unterwegs begegnete er Nils Wogram, dessen Album „Riomar“ zu einer Initialzündung für ihn wurde: Jazzquartett plus Streicher. Was er da hörte, ging deutlich über die traditionellen Alben von Charlie Parker, Clifford Brown oder Chet Baker hinaus. Solist vor Süßholz, das war Carl Wittig viel zu wenig. Die Ursprungsidee für das Aurora Oktett war geboren.
Im Aurora Oktett war das Streichquartett nicht nur Harmonieinstrument oder Gast aus einer anderen Welt. Wie wäre es, wenn die Beteiligten ihr jeweils antrainiertes Terrain verließen? Wie wäre es, wenn klassisch ausgebildete Streicher improvisierten und Jazzmusiker mehr als üblich kompositorischen Vorgaben folgen würden? Wie wäre es, wenn so aus der Summe der Teile ein größerer gemeinsamer Kosmos entstünde? Vor diesen Prämissen ist (…) eine Band gewachsen, die nicht in den üblichen Kategorien zu fassen ist. Carl Wittig hat untersucht, durchgespielt und entwickelt, was man aus so einer Formation machen kann: hier ein klassisch besetztes Jazzquartett mit Trompete, Saxophon, Bass und Schlagzeug, dort ein Streichquartett mit zwei Violinen, Bratsche und Cello. Doch genau dieses Hier und Dort soll es nicht mehr geben bei ihm. An seine Stelle soll die Frage treten, was man machen kann mit so einer Formation, wenn die Grenzen verwischen.
(…) ‚Continuity and Resonance‘ ist nach „Perspective Suite“ die zweite CD dieser sehr besonderen Formation. Und die verblüfft aufs Neue, weil das konstant gebliebene Oktett souveräner, selbstbewusster und insgesamt noch schlüssiger geworden ist. (…) Allen Mitgliedern seiner Band gibt er Gelegenheit, sich solistisch zu präsentieren. Keiner nutzt das für Poserei, jeder dient der Sache. Das ist ein neues Jazzverständnis. (…)
Dieser frische europäische Jazz mit größerer Band als üblich fusioniert seine Quellen, ohne belehren zu wollen. Er ist einfach da und überzeugt. Da kann es um Wut gehen über ungebetene Besserwisser, um die Fähigkeit, leer zu sein, als Voraussetzung für Aufnahmefähigkeit, um Blicke in den Nebel hinter Schleiern, um die Wellen der Empfindungen oder um immer neuen Anfänge nach dunklen Nächten. Diese Musik lädt dazu ein, Vorgefertigtes zu vergessen. Sie berührt mit Unverhofftem, sie ist wie selbstverständlich da als überzeugende Synthese aus alter und neuer Welt.“ Uwe Kerkau Promotion
Foto (c) Florian Fries
